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Archiv: Ein gelungenes Sommerfest 1998Quelle: Lichtblicke 1999 Rund um das Mildred-Scheel-Haus herrscht buntes Treiben. Die Sonne schiebt sich immer wieder zwischen die Wolken und schickt den zahlreichen Besuchern wärmende Strahlen. So können die Kinder alle Angebote im Freien nach Lust und Laune nutzen. Und das tun sie auch: Die Kutschfahrten mit Schwester Elisabeth sind ständig ausgebucht; in der Hüpfburg wird bis zum Umfallen gehüpft. Einen Ausgleich zu den anstrengenden Aktionen bietet Waltraud Nagl mit gemütlicher Matratze und einem Kassettenrekorder. Sie hat Geräusche von Tieren, vom Wetter und von Küchengeräten aufgenommen. Die interessierten Kinder hören aufmerksam zu und erraten die Geräusche, wofür es kleine Gewinne als Belohnung gibt. Die Kinderfahrzeuge von der Firma Fendt aus Marktoberdorf sind natürlich immer unterwegs. Ein Höhepunkt des bunten Sommerfestes dürfte der Auftritt des Zauberers "Perry" gewesen sein. Mit seinen verblüffenden Tricks zieht er die Kleinen und Großen in seinen Bann. Lachen erfüllt das Zelt, als Krokodil Charly auf die Bühne kommt. Charly hat einen sturen Kopf und kann den Mund nicht halten. Und auch die Schlange macht Perry das Leben schwer. Eine Stunde lang, die viel zu schnell vorbeigeht, unterhält Perry das vollbesetzte Zelt. Wen wundert's, daß die Kinder ihn nicht gehen lassen wollen. Ein paar Zugaben müssen sein, bevor sich Perry verabschiedet. Für die musikalische Umrahmung sorgen den ganzen Tag über die Familien Winkelhofer aus Biberbach und Deiser vom Orgelstudio Gersthofen. Dabei dürfen die Gäste immer wieder mitsingen. Im Laufe des Nachmittags kann man die Kinder gar nicht mehr erkennen. Bunt bemalt kommen sie als Schmetterlinge, bunte Vögel oder Bärchen und erfreuen die Erwachsenen. Gipsbinden aus der Kinderklinik werden zweckentfremdet, zahlreiche Gipshände entstehen. Daß Spielen auch hungrig macht, ist klar. Selbstgebackene Kuchen von fleißigen Müttern, Gegrilltes und Salate gehen weg wie warme Semmeln. Die Arbeit der Mitglieder der Elterninitiative wird belohnt: Persönlichkeiten der Stadt Augsburg drücken durch ihren Besuch ihre Anerkennung aus. Oberbürgermeister Menacher kam mit seiner Frau trotz vollen Terminkalenders, und MdB Ruck nahm sich Zeit für ein Bier und einen Rundgang. Das wichtigste Ziel aber, kranke Kinder und deren Eltern für ein paar Stunden von ihren Sorgen und Schmerzen abzulenken, haben die vielen ehrenamtlichen Helfer erreicht. Nicht vergessen soll an dieser Stelle die Arbeit der vier Männer sein, die sich um den Abbau des Zeltes gekümmert haben. |
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Elterninitiative krebskranker Kinder Augsburg e.V.
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