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Archiv: Elternhaus beherbergt zeitweise den BetriebskindergartenQuelle: Lichtblicke 1999 Ich kam gerade von meinem Skiurlaub zurück. Mein erster Arbeitstag im Kindergarten sollte wieder am 2. Februar 1998 beginnen. Als ich mich mit meinem Rad dem Kindergarten näherte, bot sich mir ein seltsames Bild: Viele große, blaue Müllsäcke lagen vor dem Eingang. Handwerker gingen ein und aus. Was war passiert? Meine Kollegin erzählte von der Überschwemmung. Ein Wasserrohrbruch im Dachbereich setzte die Gruppenzimmer über Nacht unter Wasser. Die Deckenplatten bogen sich unter dem Gewicht. Plötzlich standen wir mit 50 Kindern auf der Straße. "In ca. einer Woche könnt ihr die beiden Gruppenzimmer wieder belegen", beruhigten uns die Techniker des Zentralklinikums. Aus den acht Tagen sollten aber zehn Wochen werden. Wir überlegten uns eine alternative Unterbringung. Frau Heidenreich, die Leiterin des Elternhauses, sagte spontan zu: "Selbstverständlich können sie unterkommen, so lange wie es nötig ist". Nach einem Rundgang durch das schöne Haus begannen wir sofort mit dem "Umzug". Notwendige Möbelstücke, wie Tische, Stühle, Betten und Spiel- und Beschäftigungsmaterial wechselten ihren Standort. Nun galt es, die Eltern über den neuen Tageslauf zu informieren und den Transport des Essen zu organisieren. Das große Konferenzzimmer im Elternhaus diente uns nun für 50 Kinder als Spiel-, Eß- und Schlafraum. Sehr schnell nahmen die Kinder das neue "Zuhause" an. Schließlich gab es viel Neues zu entdecken. Turn- und Werkraum, Spielzimmer, Küche und Spielplatz vor dem Haus nahmen wir in Beschlag. Allmählich kehrte eine gewisse Normalität im Kindergartenalltag ein. Allen hat es sehr gut im "Mildred-Scheel-Haus" gefallen. Trotzdem waren wir doch froh, wieder an nseren alten Platz zurückzukehren. Für die uneigennützige, solidarische Hilfe, besonders von der Hausleiterin und ihren Mitarbeiterinnen, möchte ich mich im Namen meines Teams, aller Kinder und Eltern ganz herzlich bedanken. Gisela U. |
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Elterninitiative krebskranker Kinder Augsburg e.V.
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