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Archiv: 100 Schub in 40 Minuten - Muskelkater vorprogrammiertQuelle: Lichtblicke 1999 Kegelturnier zugunsten krebskranker Kinder Am 20. und 21. November 1999 ist es wieder soweit: Thomas P. richtet in seiner Kegelanlage am Eiskanal zum siebten Mal ein großes Kegelturnier aus. Der Erlös geht zu 100 Prozent an die Elterninitiative krebskranker Kinder e.V. in Augsburg. Mit dabei werden wieder Mannschaften und Einzelkämpfer aus dem weiteren Umkreis von Augsburg sein. Aber auch "Neulinge" sind gern gesehene Gäste. Es spielt keine Rolle, ob jemand als Sport- oder Hobbykegler mitmacht. "Mitmachen - mithelfen" heißt das Motto dieser traditionellen Veranstaltung. Angefangen hat alles bereits vor zehn Jahren, als die AOK Augsburg regelmäßig in der Sportanlage am Eiskanal kegelte. Zur gleichen Zeit versuchte Helga Berghammer, die Vorsitzende der Elterninitiative krebskranker Kinder e.V., Spendengelder für das geplante Elternhaus aufzutreiben. Dabei stieß sie, selbst passionierte Freizeitkeglerin, zu der AOK-Gruppe. Mit ihrem Anliegen hat sie die "Kugel" ins Rollen gebracht. Die Idee eines Kegelturniers zugunsten krebskranker Kinder war geboren. Inzwischen steht das Elternhaus, finanziert auch mit Hilfe der Spendengelder der Kegler. Im vergangenen Jahr "erkegelten" sie über 4000 Mark. Vor sieben Jahren übernahm der damals 26jährige Thomas P., Inhaber der Kegelbahn, die Organisation der Großveranstaltung. In monatelanger Vorarbeit versucht P., unterstützt von Werner S., das Fest auf die Beine zu stellen: Persönliches Ansprechen, Überzeugungsarbeit am Telefon, schriftliche Einladungen und Plakatierung tragen dazu bei, daß bis zu 40 Mannschaften in zwei Tagen viel "Holz" zusammenbringen. In zwei Disziplinen wird gespielt: "25 voll" - hier werden nach jedem Schub wieder alle Kegel aufgestellt und "25 Abräumen" - es wird solange gekegelt, bis alle abgeräumt sind. Die 20 Mark Startgeld pro Teilnehmer oder 100 Mark pro Mannschaft gehen ohne Abzüge an die Elterninitiative. Zwei Tage lang nehmen die Teilnehmer dafür die gesamte Anlage am Eiskanal - 16 Bahnen - in Beschlag, Thomas P. verzichtet auf die Bahngebühr. Damit keine einzige Mark für Organisation oder Pokale "verloren" geht, suchen P. und S. Augsburger Firmen als Sponsoren. S. agiert während der Kegeltage als "Ergebnisdienst". Während die Teilnehmer kegeln, sitzt er im Nebenraum am Computer, um Startzettel auszuwerten. So ist immer der aktuelle Stand nach jedem Durchgang garantiert. "Das ist mein bescheidener Beitrag", erklärt S.. Man merkt den beiden an, daß sie mit Begeisterung die Aufgabe übernehmen. Etwa 40 Stunden investiert S.r mit seiner Frau Priska im Wettkampfbüro. Der gelernte Forstwirt P. gibt derweil seinen vollen Einsatz in der Küche. Mit Pizza, Gegrilltem oder Salaten verwöhnt er die Kegler, die in den zwei Tagen Schwerarbeit leisten. "Ohne Muskelkater geht hier keiner raus", schmunzelt S.. Bis von München (1860 Kegelfreunde), Milbertshofen (Verdrußkegler) und Günzburg (Glückskäfer) kommen die Teilnehmer. Die Namen verraten, daß der Sport nicht todernst betrieben wird. Dabei sein ist alles, gewinnen steht erst an zweiter Stelle, so S. Für das Jahr 2000 planen die beiden eine Riesenkegelfete. "Wir suchen noch ein Zelt und Live-Bands für September 2000", berichtet P. |
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Elterninitiative krebskranker Kinder Augsburg e.V.
Tel: 0821-440690, info@krebskranke-kinder-augsburg.de Hosting und Domains: SiliconInn Media AG |