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Magnet-Resonanz-Tomograph für die Augsburger Kinderklinik

Die Elterninitiative unterstützte die Anschaffung des "Kinder-MRT" mit 100 000 Euro.

Es war ein finanzieller Kraftakt. Aber er hat sich gelohnt: Kranke, vor allem krebskranke Kinder, können in der Augsburger Kinderklinik jetzt noch besser versorgt werden. Anfang Dezember 2006 wurde das "Kinder-MRT", das eine schonende und genaue Untersuchung der kleinen Patienten möglich macht, in den Dienst gestellt. Das Klinikum Augsburg ist nun eines der wenigen Krankenhäuser in Deutschland, das ein eigenes MRT für Kinder besitzt. Aus eigener Kraft hätte sich aber das Klinikum diese Anschaffung nicht leisten können. Deshalb sprangen vier Sponsoren, darunter die Elterninitiative krebskranker Kinder, ein.

Rund 1000 Kinder werden jedes Jahr am Klinikum mit Hilfe der Magnet-Resonanz-Tomographie untersucht. Bisher mussten sie dafür von der Kinderklinik über einen Tunnel zum Zentralklinikum gebracht werden, was zeitintensiv aber auch belastend für die schwerkranken Kinder war. Das neue Untersuchungsgerät steht nun direkt in der Kinderklinik. Das Licht im Untersuchungsraum kann je nach Kinderwunsch eingestellt werden und das Wartezimmer wurde von Studenten der Fachhochschule mit bunten Motiven geschmückt.

Die Idee des "Kinder-MRT" bestand darin, das bisherige "alte" Gerät im Klinikum aufzurüsten, in die Kinderklinik umzusetzen und es dort speziell für Kinder nutzen. Doch das wäre aus finanziellen Gründen nicht möglich gewesen, wenn Prof. Klaus Bondorf von der Klinik für Diagnostische Radiologie und Neuroradiologie, Prof. Peter Heidemann von der I. Klinik für Kinder und Jugendliche, und seine Chefarztkollegen Prof. Gernot Buheitel und Dr. Tobias Schuster nicht eine ungewöhnliche Idee gehabt hätten: Sie machten sich auf die Suche nach Sponsoren, und wurden fündig. Die Kartei der Not, der Bunte Kreis, die Philips Medizin Systeme GmbH und die Elterninitiative erklärten sich zusammen bereit dieses Projekt mit über 400.000.- Euro zu unterstützen.

"Kinder brauchen in dieser Gesellschaft Lobbyisten", sagte Prof. Bohndorf bei der offiziellen Einweihung. Und eben solche "tatkräftige Lobbyisten" seien die vier Sponsoren, die das neue Gerät ermöglichten. Auch Prof. Heidemann und OB Paul Wengert, Verwaltungsratvorsitzender des Klinikums, würdigten das "einzigartige Zusammenwirken" der Sponsoren. Alleine könne das Klinikum solche Projekte nicht stemmen sagte Wengert. Dieses enorme Engagement wird im Warteraum des "Kinder-MRT" auf einer Spendertafel gewürdigt. Rund 300 000 Euro finanziert das Klinikum aus Eigenmitteln.